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Sicherer Sex |
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Hormonelle Verhütung
Das Wichtigste gleich vorweg: Kein hormonelles Verhütungsmittel schützt vor
Infektionen.
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Die Pille ist nicht geeignet für starke Raucherinnen,
Frauen mit Thrombosen bzw. Frauen mit hohem Blutdruck und hohen Blutfetten. |
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Die Pille
Die "Pille" enthält verschiedene Kombinationen der weiblichen
Geschlechtshormone (Östrogene und Gestagene) und verhindert, dass es zu
einem Eisprung kommt. Vom ersten Tag der Regelblutung an wird täglich eine
Pille genommen - 21 Tage lang. Danach folgt eine Pause von sieben Tagen, an
deren Ende es zu einer Blutung kommt.
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Achtung bei Erbrechen, Durchfall, gleichzeitiger Einnahme von anderen
Medikamenten oder Vergessen, da kann die empfängnisverhütende Wirkung
aufgehoben sein. Eine tägliche, konsequente Einnahme ist Voraussetzung
für die sichere Wirkung. Der Pearl Index liegt bei 0,1 bis 1. |
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Die Einnahme von Minipillen ist für Frauen mit
Thrombosen nicht geeignet. |
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Die Minipille
Die Minipille enthält an Hormonen nur Gestagene. Das bedeutet, dass
ein Eisprung nicht unbedingt verhindert wird. Die Gebärmutterschleimhaut
baut sich jedoch nicht auf und macht damit die Einnistung eines befruchteten
Eis unmöglich. Zusätzlich bildet sich ein für die Spermien
undurchdringlicher Schleimpfropf im Gebärmutterhals.
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Die Sicherheit dieser
Methode hängt von der täglichen Einnahme zur selben Uhrzeit ab. Der
Pearl Index liegt bei 0,3 bis 3. |
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Implanon ist bei hohen Blutfetten und
Blutdruckschwankungen besser geeignet als die Pille. Im Einzelfall sollte
die Entscheidung aber mit dem Arzt fallen. |
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Das Implanon
Ein vier Zentimeter mal zwei Milimeter großes Kunststoffstäbchen, das
Etonogestrel enthält, wird an der Innenseite des Oberarms unter der Haut
eingebracht. Die Wirkung erstreckt sich über drei Jahre. Beim Einsetzen und
Entfernen muss eine örtliche Betäubung und ein winziger Hautschnitt gemacht
werden.
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Implanon unterdrückt den Eisprung und sorgt für einen festen, für
Spermien undurchdringlichen Schleimpfropfen im Gebärmutterhals. Bei den
meisten Frauen wird unter Implanon die Regel seltener und schwächer. Sie
kann aber auch ausbleiben und in Einzelfällen sogar stärker werden. Der
Pearl Index beträgt 0. |
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Die Drei-Monatsspritze
Ein Mal in drei Monaten wird vom Hausarzt oder Frauenarzt eine
Spritze meist in den Gesäßmuskel verabreicht.
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Die Wirkung und
Nebenwirkungen sind gleich wie bei Implanon, der Pearl Index beträgt
0,3 bis 1. |
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Der Nuva-Ring
Der Nuva-Ring enthält Östrogene und Gestagene wie die Pille. Die
Wirkung, möglichen Nebenwirkungen und die Sicherheit sind dieselben wie bei
der Pille. Am Zyklusbeginn wird der Ring in die Scheide eingeführt, drei
Wochen belassen und dann entfernt, und nach einer weiteren Woche kommt es
zur Blutung.
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Der Vorteil ist, dass
man bei Erbrechen, Durchfall, Zeitverschiebung etc. keinen
Wirkungsverlust hat; man muss auch nicht täglich an die Verhütung
denken. Der Pearl Index beträgt ca. 0,5. |
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Das Evra-Pflaster
Auch in diesem Fall ist das Wirkprinzip gleich wie bei der Pille. Am
Zyklusbeginn, am Beginn der 2. und der 3. Woche wird ein Pflaster geklebt,
das kontinuierlich Hormone abgibt. Die letzte Zykluswoche ist ohne Pflaster
und danach kommt es zur Blutung.
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Die Sicherheit und
Vorteile entsprechen dem Nuva-Ring. |
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Die Hormonspirale
Dieses Verhütungsmittel ist eine Spirale, die zusätzlich
kontinuierlich Gestagene abgibt. Sie hält fünf Jahre und ist eine sehr
sichere Methode; allerdings sind Blutungsstörungen möglich.
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Der Pearl Index
beträgt 0,1. |
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Die "Pille danach"
Diese Methode ersetzt eine regelmäßige Verhütung nicht. Sie sollte
nur als Notfallslösung zur Anwendung kommen, wenn etwa ein Kondom geplatzt
ist. Die Einnahme muss innerhalb der ersten 72 Stunden nach dem
ungeschützten Verkehr erfolgen. Die Sicherheit liegt in etwa bei 95 Prozent,
die häufigste Nebenwirkung ist Übelkeit.
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