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Was ist ein Orgasmus?

Das Wort "Orgasmus" kann man aus dem  griechischen Wort "orgon" ableiten und bedeutet "etwas heftig verlangen". Gemeint ist der Höhepunkt des sexuellen Erlebens. Es ist ein sehr intensives Gefühl, bei dem sich Spannung und Erregung abrupt auflösen und in Entspannung, Wohlbehagen und Zufriedenheit übergehen. Bei Frauen kann die Orgasmusphase länger anhalten als bei Männern, manchmal sogar bis zu einer Minute. Zudem sind Frauen in der Lage, mehrere Orgasmen kurz hintereinander zu bekommen. Die Art, wie der Orgasmus empfunden wird, kann von Mal zu Mal variieren und ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Die Orgasmusfähigkeit steigt bei Frauen mit zunehmenden Alter an. Sie lernen im Verlauf der sexuellen Entwicklung, wie sie zum Orgasmus kommen. Diese Fähigkeit geht auch im Alter nicht verloren. Orgasmusstörungen betreffen vor allem jüngere Frauen oder Frauen, die nicht gelernt haben, wie sie den Höhepunkt erreichen können.

 

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  Welche Punkte beeinflussen den Orgasmus?

... Erregung
... Partner 
... Dauer der vorhergehenden Enthaltsamkeit 
... Dauer des sexuellen Beisammenseins 
... Stress 
... Gesundheitszustand, Müdigkeit 
... Alkohol, Medikamente, Drogen

 

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 Wie äußert sich ein Orgasmus?

Es gibt keine Norm, wie ein Orgasmus ablaufen soll. Dies ist individuell bei jedem verschieden und unterliegt den gleichen Einflussfaktoren wie der Orgasmus überhaupt.

 

Mögliche Reaktionen bei einem Orgasmus:

... Wimmern 
... Stöhnen 
... Lachen, Kichern 
... Weinkrämpfe ·
... Schreien 
... Manche sind eher ruhig und in sich gekehrt.

Unter anderem können starke Körperzuckungen auftreten, Zwicken, Kratzen oder Anklammern etc.

 

Ist es ein Muss das man zugleich mit seinem Partner einen Orgasmus hat?

Natürlich nicht! Doch der Gedanke, dass nur ein gemeinsamer Orgasmus "wertvoll" und erstrebenswert ist, spukt noch in vielen Köpfen herum. Diese "Auflage" kann sich sogar auf das lustvolle Erleben eher hinderlich auswirken. Es ist eher der Normalfall, dass der Höhepunkt nicht immer gleichzeitig erreicht wird. Männer und Frauen haben diesbezüglich eher einen unterschiedlichen Rhythmus - und das hat mit Sicherheit nichts mit mangelnden Gefühlen füreinander zu tun. Auch spielt der Mythos, den Freud in die Welt gesetzt hat, noch immer eine Rolle: Die Unterscheidung in klitoralen, unreifen und vaginalen reifen Orgasmus. Tatsache ist, dass auch beim vaginalen Orgasmus letztlich die Klitoris, die sich bei steigender Erregung nach innen zieht, stimuliert wird. Nun gibt es Frauen, die eher die direkte Stimulation benötigen, und andere, denen die indirekte Stimulation der Klitoris reicht. Dies ist abhängig von der Frau selbst, vom Mann (allerdings nicht von der Penisgröße) und vom gegenseitigen Berühren. Wichtig ist, nicht eine Norm zu suchen, der man entsprechen muss, sondern einen gemeinsamen Weg, um erfüllten Sex zu haben.

 

Ist der Orgasmus das Ziel jeden Sex?

Beim sexuellen Kontakt kann es immer wieder einmal vorkommen, dass man nicht zum Höhepunkt kommt. Oft spielt das keine gravierende Rolle, weil das "Rundherum" stimmt und der körperliche Kontakt genossen wurde, so dass eine Frau nichts vermisst. Eine Frau ist deshalb nicht "frigide" und sollte sich auch nicht verleiten lassen, einen Höhepunkt vorzutäuschen, nur um dem Partner einen Gefallen zu tun, oder wegen der Angst, als sexuell inkompetent zu gelten. In einer Umfrage im Jahr 1994 gaben nur 29 Prozent der Frauen an, immer einen Orgasmus zu haben, aber immerhin 40 Prozent, dass sie sich körperlich wie gefühlsmäßig zufrieden mit ihrem Sex fühlten.

 

 
   

 

 

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