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Fondue
Ähnlich wie
Raclette
ist – vor allem bei häuslichen Silvesterpartys im Kreis von Freunden – auch
Fondue ein beliebtes Silvesteressen. Auch hier stehen die Geselligkeit und das
Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund. Die Fonduegeräte werden meist in einem
Fondue-Set gekauft.
Käse-Fondue
Wie
Raclette ist auch das
Käse-Fondue ein Schweizer Nationalgericht. Ursprünglich stammt es jedoch aus den
Savoyer Alpen in Frankreich. Von dort kam es aber schon bald in die
französischsprachige Westschweiz. Beim Käse-Fondue werden verschiedene
Käsesorten geschmolzen und mit Gewürzen und Weißwein verfeinert. Gedippt wird
mit Weißbrotwürfeln.

Fleisch-Fondue
In Österreich und Deutschland ist vor allem das
Fleisch-Fondue populär. Dabei werden kleine Fleischhäppchen auf eine Fonduegabel
gesteckt und in einem Fonduegerät in heißem Fett oder Öl gegart. Beim Verzehr
werden die Fleischhäppchen in würzige Saucen getaucht.

Chinesisches
Fondue
Eine asiatische Variante des
Fleisch-Fondues ist Fondue Chinoise. Die Fleischwürfel oder auch Fischhäppchen
werden dabei jedoch nicht in Öl oder Fett, sondern in einer heißen Brühe gegart.
Zum Dippen werden häufig scharf gewürzte Soßen verwandt.

Vegetarisches
Gemüse-Fondue
Wer es vegetarisch mag, bevorzugt Gemüse-Fondue. Dabei wird das Gemüse in
mundgerechte Häppchen geschnitten. Die Gemüsehäppchen werden in einen Teig
eingetaucht und dann, wie beim Fleischfondue, auf Fonduegabeln gesteckt und im
Fonduetopf gegart.

Fondue
Rezepte
Käse-Fondue
Für die Zubereitung von Käse-Fondue eignen sich leicht schmelzbare Käsesorten
wie zum Beispiel Raclette-Käse sowie Emmentaler, Edamer, Tilsiter oder
Appenzeller Käse. Auf jede Person rechnet man etwa 200 bis 250 g Käse.
Vorbereitend sollte eine Knoblauchzehe durchgeschnitten und der Fondue-Topf
damit inseitig eingerieben werden. Anschließend wird der geriebene Käse zusammen
mit trockenem Weißwein in den Fonduetopf gefüllt. Unter leichtem Umrühren wird
der Käse dann durch Erhitzen zum Schmelzen gebracht. Das Fondue sollte leicht
kochend gehalten werden, so dass der Käse weich bleibt. Zum Verzehr werden kleine
Weißbrotwürfel auf die Fondue-Gabel gesteckt und in den Käse eingetaucht. Beim
Herausziehen wird die Gabel leiht gedreht, bis der Käse abgekühlt und hart
geworden ist. Auf Wunsch können die Weißbrotwürfel vorher leicht geröstet
werden. Als Alternative zu den Brothäppchen können auch kleine Pellkartoffeln,
frische Champignons, Broccoli- oder Blumenkohlröschen sowie Apfel- oder
Birnenstückchen zum Eintauchen verwendet werden.

Fleisch-Fondue
Man kann sich fertig zusammengestelltes Fondue-Fleisch aus der Metzgerei
besorgen oder aus verschiedenen Angeboten selbst etwas aussuchen. Geeignet ist
sowohl Schweinefleisch wie auch Rindfleisch oder Putenfleisch. Die
Fleischhäppchen sollten etwa 1,5 bis 2 cm lang sein. Vorbereitend können sie in
Öl eingelegt werden, das mit etwas Thymian, Knoblauch oder Rosmarin gewürzt ist.
Das Fett oder Öl wird im Fondue-Topf erhitzt, aber nicht zum Kochen gebracht.
Die richtige Temperatur ist dann erreicht, wenn man mit einem Holzstäbchen im
Fett rührt und sich am Stiel kleine Bläschen bilden. Welche Saucen und Tipps
zubereitet werden, bleibt jedem Geschmack selbst überlassen. Ob Tomatensauce,
Champignonsoße, Zwiebelsauce, Currysoße, Chili-Sauce, Kräutercreme, Joghurtsoße
oder Aioli – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Chinesisches Fondue
Für Fondue Chinoise können neben Fleischhäppchen auch Fischhäppchen, Crevetten,
Scampi usw. zum Einsatz kommen. Anstelle von Öl oder Fett wird eine Bouillon
oder Kraftbrühe im Feuertopf bis zum Kochen erhitzt. Je nach Wunsch kann dann
etwas Reiswein hinzu gegeben werden. Im Gegensatz zum eigentlichen Fondue werden
die Zutaten nicht auf eine Gabel gespießt, sondern in einem kleinen Sieb in die
kochende Brühe gehalten. Als Beilagen werden Reis, fein geschnittenes Gemüse und
und feurige Saucen serviert.

Vegetarisches
Gemüse-Fondue
Für das vegetarische Fondue werden anstatt Fleischhäppchen Gemüsestückchen
verwendet. Besonders geeignet sind Möhren, Broccoli, Blumenkohl oder auch
Champignons. Gemüsesorten, die länger zum Garen brauchen sollten vorher kurz
angekocht werden. Aus Mehl, Eigelb und Wasser wird ein Teig zubereitet, in den
die Gemüsehäppchen eingetaucht werden. Das Garen erfolgt wie beim Fleischfondue.

Schweizer Fondue
Schweizer Spezialgericht aus
geschmolzenem Käse, Wein, Gewürzen, das warm mit Brotstückchen gegessen wird.
So steht es im Lexikon, und in der Tat ist es ein herrliches Vergnügen, in
einem größeren Personenkreis gemütlich und mit viel Zeit um einen Fondue-Topf zu
sitzen, immer wieder ein Stück Brot mit der Gabel in den geschmolzenen Käse oder
in die Fleischsoße o.ä. einzutauchen und genussvoll zu verspeisen. Ob Sie, liebe
Leser einmal die Gelegenheit dazu haben? Wir wünschen es Ihnen und drucken Ihnen
hier ein schweizerisches Fonduerezept zum Ausprobieren ab, allerdings eins, für
das Sie kein Brot benötigen.
Käsefondue mit Gemüse
Zutaten (für
vier Personen)
1 kg verschiedene Gemüse (z.B. Rüebli, Stangensellerie, Fenchel, Blumenkohl und
Broccoli usw.)
800 Gramm verschiedene schmelzbare Käse
einige Knoblauchzehen (nach Belieben)
ca. 1,5 Eßlöffel Maizena
0,5 dl Kirsch
1 Spritzer Zitronensaft
4 dl Weißwein
Pfeffer, Paprika, Muskat
Zubereitung
Die Gemüse rüsten, waschen und
in so große Stücke schneiden, dass sie mit einer Fonduegabel aufgespießt werden
können. Die Gemüse (je nach Sorte) in wenig Salzwasser einige Minuten vorkochen,
so dass sie noch Biss haben, abtropfen lassen und auf einer Platte anrichten.
Für das Fondue den Knoblauch schälen, eine Zehe halbieren und damit das Caquelon
ausreiben, dann die Knoblauchzehen in Scheibchen schneiden.
Die verschiedenen schmelzbaren Käse separat raffeln. Sie nacheinander mit dem
Knoblauch ins Caquelon geben und erhitzen.
Den Wein zufügen und unter Rühren aufkochen lassen, den anderen Käse beigeben
und unter Rühren ebenfalls schmelzen lassen.
Maizena mit dem Kirsch und dem Zitronensaft anrühren, zum Käse geben und alles
unter starkem Rühren nochmals kurz kochen lassen.
Das Fondue abschmecken, sofort auf das Tisch-Réchaud stellen.
Die Gemüsestückl werden anstelle von Brotwürfel in den Käse getaucht.

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