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Der Kutscher

Ein aktionsreiches, aber auch langes Spiel. Es werden Stühle in Form einer Hochzeitskutsche angeordnet. Das Brautpaar in der Kutsche als König und Königin, davor die Mütter als Kutscher, die beiden Väter als Pferde, die Trauzeugen als Räder. Jetzt wird die unten stehende Geschichte erzählt. Immer wenn in dieser Geschichte der Name der betreffenden Person genannt wird, so muß diese Aufstehen, um seinen Stuhl gehen und sich wieder hinsetzen.

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da fuhr ein König mit seiner Königin in einer schönen Kutsche, gelenkt von seinem treuen Kutscher, mit zwei stolzen Pferden über Stock und Stein durch einen tiefen dunklen Wald.

Der König vertraute seinem Kutscher, denn der Kutscher hatte die beiden schon immer gesund und munter wieder nach Hause in ihr stolzes Schloß gebracht. Deswegen hatte auch die Königin an diesem Abend keine Angst, durch den tiefen, dunklen Wald zu fahren und eventuell von irgendwelchen Dieben überfallen zu werden. Ganz plötzlich rumpelte die ganze Kutsche.

Die Pferde scheuten und drohten über Stock und Stein durch den tiefen, dunklen Wald zu flüchten. Der König fragte besorgt: "Kutscher, Kutscher, mein lieber Kutscher, mein herzallerliebster Kutscher was ist mit den Pferden los. Ist etwa das linke Hinterrad gebrochen, als du über Stock und Stein gefahren bist?". Darauf sagte der Kutscher zum König: "Nein mein König, ich glaube eher es war das rechte Hinterrad. Ist mit der Königin alles in Ordnung?" Daraufhin sagte die Königin zum Kutscher: "Kutscher, Kutscher, mein lieber Kutscher, mein herzallerliebster Kutscher, für mich klang es eher so, als ob das linke und das rechte Vorderrad gebrochen sind. Ist denn mit den Pferden alles in Ordnung? Es wäre schade, wenn sie über Stock und Stein durch den tiefen, dunklen Wald fliehen würden." Der Kutscher sagte zur Königin: "Nein, die Pferde sind nur beunruhigt. Ich werde einmal von der Kutsche absteigen und die Pferde beruhigen."

Der König sagte zu seinem Kutscher: "Kutscher, Kutscher, mein lieber Kutscher, mein herzallerliebster Kutscher, paß auf, daß du dich nicht verletzt, wenn du auf Stock und Stein nachsiehst." Der Kutscher sagte zum König: "Nein, ich werde mich schon nicht verletzten. Ich werde auch gleich nachdem ich die Pferde beruhigt habe, nach den Rädern sehen und nachsehen, ob die Kutsche noch voll intakt ist." Der Kutscher stieg von seiner Kutsche und ging über Stock und Stein zu den Pferden und beruhigte die Pferde mit einigen ruhigen Worten. Danach ging er um die Kutsche, kontrollierte erst das rechte Vorderrad, dann das rechte Hinterrad, das linke Hinterrad und das rechte Vorderrad und zum Schluß die Kutsche. Danach stieg er wieder auf die Kutsche und nahm die Zügel der Kutsche wieder in seine Hand. Der König sah seine Königin an und fragte dann den Kutscher: " Kutscher, Kutscher, mein lieber Kutscher, mein herzallerliebster Kutscher, welches von den Rädern war denn nun gebrochen?"

Daraufhin sagte der Kutscher zum König: "Es war weder das rechte Vorderrad, noch das rechte Hinterrad, das linke Hinterrad und auch nicht das linke Vorderrad. Die Kutsche ist auch voll in Ordnung. Es war wahrscheinlich nur ein großer Ast, der gegen die Kutsche geflogen ist und damit die Pferde scheu gemacht hat" Die Königin sagte zum Kutscher: "Kutscher, Kutscher, mein lieber Kutscher, mein herzallerliebster Kutscher, dann können wir jetzt unbesorgt aus diesem tiefen, dunklen Wald heraus fahren und in unser Schloß zurückkehren?" Der Kutscher sagte zur Königin: "Aber ja, meine Königin. Wir sind bald sicher wieder zu Hause. Ich werde die Pferde jetzt über Stock und Stein jagen, damit wir diesen tiefen, dunklen Wald so bald wie möglich verlassen können." Der Kutscher trieb die Pferde an, die Kutsche rollte über Stock und Stein und fuhr bald aus dem tiefen, dunklen Wald auf den Hof des Schlosses. Der Kutscher stieg von der Kutsche, geleitete den König und die Königin aus der Kutsche, spann die Pferde ab, kontrollierte noch einmal das rechte und linke Vorderrad und das rechte und linke Hinterrad und ging dann in den Stall, um die Pferde zu versorgen. Der König und die Königin waren sehr zufrieden mit ihrem Kutscher.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben der König, die Königin, der Kutscher, die Pferde und die Kutsche auch heute noch in den Schloß vor dem tiefen, dunklen Wald und fahren mit der Kutsche über Stock und Stein.


Bild malen:

Ein riesiges Poster wird zerschnitten und danach wird jeder Teil des Posters auf der Rückseite nummeriert. Diese Nummern werden dann auf ein Blatt Papier geschrieben, sodass wenn man Nummer auf Nummer legt das Poster wieder zusammengebaut werden kann. Diese Teile werden nun verkauft für z.B. 10 Euro. Jeder der jetzt einen Teil des Posters kauft, muss den Vorderteil auf das Leere Blatt Papier aufmalen. Wenn das dann mit jedem einzelnen Stück so geschieht, wird ein riesen Bild von der Hochzeitsgesellschaft gemalt.


 

Eheeignungstest

Das Brautpaar wird auf die Tanzfläche gebeten. Rücken an Rücken werden sie über ihr gemeinsames Leben befragt und müssen Schilder hochhalten, für welchen von beiden die Antwort zutrifft. Bei gleicher Antwort gibt es einen Punkt für das frisch vermählte Paar. Alternativ kann das Spiel auch beim Polterabend als Vorprüfung gesehen werden.

  1. Wer von Euch kam als erster auf die Idee zu heiraten? 
  2. Wer von Euch hat die Initiative zum 1. Kuß ergriffen? 
  3. Wer von Euch drängte als Erster auf das Einrichten einer Wohnung? 
  4. Wer von Euch ist sparsamer? 
  5. Wer hat bei Euch zu Hause die Hosen an? 
  6. Wer von Euch spült öfter ab? 
  7. Wer von Euch möchte möglichst bald ein Baby? 
  8. Wer von Euch braucht länger im Bad? 
  9. Wer von Euch ist nach einem Krach schneller zur Versöhnung bereit? 
  10. Wer von Euch braucht mehr Streicheleinheiten? 
  11. Wer von Euch hat mehr Ausdauer im Bett? 
  12. Wer von Euch wird in den nächsten 5 Jahren mehr an Gewicht zunehmen? 
  13. Wer von Euch ist pingeliger? 
  14. Wer von Euch ist fauler? 
  15. Wer von Euch ist schneller beleidigt? 
  16. Wer von Euch überwacht die Kontobewegungen? 
  17. Wer von Euch fährt besser Auto? 
  18. Zum Abschluß - Wer zahlt uns jetzt eine Runde Sekt?

Beurteilung:

0-8 Punkte: Ihr fahrt in stürmische Gewässer - rückt enger zusammen!

9-12 Punkte: Im ersten Ehejahr rumpelt es noch ein wenig - aber dann.

13-16 Punkte: Ihr habt den idealen Partner gefunden.

16-18 Punkte: Die goldene Hochzeit ist bereits in Sicht!!!

Nudlwalkerspiel:

Alle Männer der Hochzeitsgesellschaft stellen sich nebeneinander auf der einen Seite des Saales auf. Auf der anderen Seite stellen sich alle Frauen nebeneinander auf. (Es sollten, wenn geht gleich viel Frauen wie Männer sein) Danach nimmt ein Mann einen Nudlwalker zwischen die Füße und versucht diesen der ersten Frau in der Reihe, auch wieder zwischen die Füße zu übergeben. Die Frau, die das Holz übernommen hat gibt es nun dem nächsten Mann weiter, u.s.w. …… So geht's dann weiter bis zur letzten Frau. Wer den Nudlwalker verliert, der zahlt der Frau bzw. dem Mann ein achterl Wein. Dazu spielt natürlich Musik.

Bräutigam als Kind:

Vorbereitung:

In ein Leintuch wird in der Mitte ein großes Loch für den Kopf geschnitten und kleine für Hände und Füße. Vorne wird ein Kinderjäckchen und eine Kinderhose aufgenäht. Durchführung:

Vor das Leintuch wird ein Tisch gestellt. Dann steckt der Bräutigam von hinten den Kopf durch das große Loch und die Hände durch die 2 kleinen Löcher, die für die Füße stehen. In die Hände bekommt er 2 Schuhe. Dann steckt die Braut von hinten ihre Hände in die 2 Löcher für die Hände. Das ganze soll aussehen wie ein Kind mit dem Kopf vom Bräutigam. Dann wird eine Geschichte vorgelesen und das Brautpaar muss die Tätigkeiten, die darin vorkommen, ausführen.

Geschichte (Beispiel):

Ein Tag im Leben von _____ . Früh am Morgen wacht _____ auf und reibt sich die Augen. Er gähnt und geht ins Badezimmer. Hier putzt er sich die Zähne. Noch schnell die Haare kämmen und dann kann der Tag beginnen .........

Ballonpost:

Postkarten werden mit der Adresse des Brautpaares versehen und mit einem Text, der ungefähr lautet:" Wir haben geheiratet. Am Tage unserer Hochzeit wurde diese Karte losgesendet. Wenn Sie sie finden, werfen Sie diese bitte in den nächsten Postkasten." Jeder Gast bekommt eine Karte und schreibt eine Überraschung darauf (Einladung, Geschenk). Dann werden die Karten an Ballone gehängt, welche mit Ballongas gefüllt werden. Wenn alle fertig sind, werden alle Ballone zugleich losgelassen. Jede Karte, die zurückkommt kann eingelöst werden.

Kalender :

Die Hochzeitsgäste bekommen ein Kalenderblatt zugesendet, mit der Bitte, dieses individuell zu gestalten. Kalenderblätter vordatieren. Romantisch ist es auch, wenn der Kalender von der Hochzeit bis zum ersten Hochzeitstag reicht. Die Gäste sollen den Kalender vor der Hochzeit an die Trauzeugen zurücksenden, damit diese ihn binden und bei der Hochzeit feierlich überreichen können. (Auf alle Fälle Reserveblätter entwerfen, weil wahrscheinlich nicht alle Blätter zurückkommen).

Tanzen nach Jerusalem:

Mehrere Paare tanzen. Einer hat einen Hut auf. Während die Musik spielt, wird der Hut weitergereicht. Wenn die Musik aufhört, scheidet das Paar aus, das den Hut hat.

HOCHZEITSBRÄUCHE

Something old, something new, something borrowed, something blue

Am Hochzeitstag trägt die Braut - gemäß einer angelsächsischen Tradition vier ganz spezielle Dinge:

etwas Altes - vielleicht ein Schmuckstück der Großmutter oder Mutter, um die Familientradition weiterzuführen

etwas Neues - als Zeichen für Optimismus, z.B. das Brautkleid

etwas Geliehenes - von einem glücklichen Menschen, kann ein Taschentuch sein

etwas Blaues - als Assoziation mit der Jungfrau Maria, meist ein Strumpfband.

(verbreitet)


 

Brautjungfern

Früher mussten die Brautjungfern unverheiratete Mädchen sein. Sie sollen die Geister, die der Braut Böses wollen, in die Irre führen. Dementsprechend mussten die Brautjungfern Kleider ähnlich dem der Braut tragen.

(weniger verbreitet)


 

Polterabend:

Eine der lebendigsten Traditionen ist der Polterabend. Die Gäste, häufig uneingeladen, zertrümmern vor der Tür des Brautpaares mitgebrachtes Geschirr. Denn Scherben bringen Glück und vertreiben außerdem durch den Lärm böse Geister. Braut und Bräutigam müssen die Scherben gemeinsam zusammenfegen, als Symbol dafür, dass sie in der Ehe Probleme gemeinsam lösen werden.

(sehr verbreitet)


 

Junggesellenabschied:

Braut und Bräutigam verabschieden sich von ihren Junggesellenleben. Jeder feiert nochmals für sich mit seinen Freunden den Abschied vom Junggesellenleben.

(sehr verbreitet)


 

Kranzlabtanzen:

Der Braut wird der Schleier abgenommen und Sie bekommt stattdessen ein Kopftuch und eine Schürze umgebunden. Gäste werfen Kleingeld und die Brautleute müssen mit Besen und Schaufel das Geld einsammeln. Um das ganze zu erschweren kann Mann den Bräutigam auch auf den Kopf stellen um das gesammelte Geld wieder auf den Boden zu leeren. Dieser Brauch soll das Zusammen halten im Alltag symbolisieren.

(sehr verbreitet)


 

Brautstraußwerfen:

Die Braut wirft ihren Brautstrauß in die Menge der nicht verheirateten Frauen der Hochzeitsgesellschaft. Diejenige Frau, die den Brautstrauß fängt, würde die nächste Braut werden.

(sehr verbreitet)


 

Strumpfband werfen:

Der Bräutigam schiebt vor versammelter Hochzeitsgesellschaft den Rocksaum des Brautkleides höher und höher und wenn er am Oberschenkel angekommen ist, nimmt er der Braut das Strumpfband ab. Er wirft es in die Menge der anwesenden Junggesellen und der Fänger wird als nächstes vor dem Traualtar stehen!

(verbreitet)


 

Strumpfband versteigern:

Das Strumpfband kann vom Bräutigam versteigert werden. Man setzt einen gewissen Betrag fest (z.B.: 20,- 50,- oder 100,- EURO) und jedes Mal wenn jemand etwas bietet schiebt die Braut das Hochzeitskleid etwas höher. Dies geht so lange bis das Strumpfband sichtbar wird. Der "Käufer" darf sich dann das Strumpfband selber vom Bein nehmen.

(verbreitet)


 

Reis werfen:

Dieser Brauch wird beim Ausschreiten des Brautpaares aus der Kirche oder dem Standesamt vollzogen. Die Hochzeitsgäste werfen dabei Reiskörner manchmal auch Getreide oder Konfetti über das aus der Kirche bzw. dem Standesamt ausschreitende Brautpaar. Das Werfen des Reises soll nach alter Überlieferung die Fruchtbarkeit dem Brautpaar bringen. (Fragen Sie aber unbedingt vorher nach ob dieser Brauch auch gestattet ist, da mancher Orts kein Verständnis dafür aufgebracht wird.)

(sehr verbreitet)


 

Brautschuhe:

Wenn die Braut Ihre Hochzeitsschuhe mit gesammelten Cents bezahlt, demonstriert sie damit ihre Sparsamkeit. Außerdem sollen die Cents Glück bringen. Und wenn die Braut ihre Schuhe selbst kauft, läuft sie ihrem Bräutigam nicht weg.

(selten)


 

Geldstück im Brautschuh:

Eines kleines Geldstück in den Brautschuh stecken, und schon ist gewiss, dass das Geld in der Ehe nie ausgeht.

(selten)


 

Der gestohlene Brautschuh

Während der Hochzeitsfeier versucht einer der männlichen Hochzeitsgäste unter den Tisch zu kriechen und der Braut einen Schuh auszuziehen. Die Trophäe wird mit Blumen und kleinen Gegenständen geschmückt und in der Mitte wird ein gefülltes Rotweinglas eingesetzt. Anschließend wird der Schuh wieder auf den Tisch gestellt. Als erstes trinkt das Brautpaar und nachdem das Glas wieder aufgefüllt wird, wird es an die anderen Hochzeitsgäste weiter gereicht. Zum Schluss bekommt die Braut den Schuh wieder und der Bräutigam muss die ganze Zeche bezahlen.

(selten)


 

Zerrissener Schleier:

Früher wurde der Brautschleier nach der Trauung zerrissen das sollte den Hochzeitspaar Glück bringen. Heute bekommen die Autofahrer unter den Gästen ein Stück Tüll oder Bänder als Symbolischer Brautschleier an den Spiegel oder die Antenne gebunden.

(sehr verbreitet)


 

Schleier :

Der Brautschleier sollte nach dem Glauben der alten Germanen verhindern, dass böse Dämonen durch die Nasenlöcher der Braut schlüpfen. Er war zugleich Sinnbild für Jungfräulichkeit.


 

Der Brautschleier:

Der Hochzeitsschleier darf selbst von der Mutter oder besten Freundin der Braut nicht vor dem Hochzeitstag ins Haar der Braut gesteckt werden. Nach altem Aberglauben könnte dies das Paar schon bald wieder auseinander bringen.

(selten)


 

Hochzeits-Schneiderin:

Es soll Unglück bringen, wenn die Braut ihr eigenes Brautkleid nähen möchte. "So viele Stiche, so viele Tränen", besagt ein alter Spruch, der auch in früheren Jahren selbst von Scheiderinnen angewandt wurden, sich das Kleid nähen zu lassen. Die Schneiderin, die den ersten Stich des Kleides näht, wird binnen eines Jahres selbst heiraten!

(verbreitet)


 

Geheimnisvolles Brautkleid:

Der Aberglaube sagt, dass der Bräutigam das Kleid nicht vorher zu Gesicht bekommen sollte- es soll dem Paar kein Glück bringen! Heute ist es meist so, dass die Braut dem Bräutigam mit dem schönen Kleid überraschen möchte.

(sehr verbreitet)


 

Pfeifen verboten:

Es ruft böse Geister herbei, wenn man in dem Zimmer, wo das Brautkleid genäht wird, jemand pfeift!

(selten)


 

Eng beisammen

Nach altem Volksglauben sollen die Brautleute so dicht wie möglich nebeneinander stehen, um zu verhindern, dass sich böse Geister zwischen sie drängen.


 

Viele Knöpfe:

Suchen Sie sich ein Brautkleid aus, welches viele Knöpfe besitzt. Die Sage sagt, dass die Braut noch so lange Leben wird, wie Knöpfe an ihrem Hochzeitskleid angenäht sind. Ein wenig tricksen ist also angesagt!.

(selten)


 

Blaues Kleid:

Die Stimmen aus der Vergangenheit sagen "Hüte Dich vor einem blauen Hochzeitskleid!". "Blaue Hochzeitskleider bringen Verdruss, weiße dagegen nur Freude!"

(selten)


 

Bis zur letzten Minute:

Es soll Unglück bringen, wenn das Hochzeitskleid zu früh fertig ist. Bis zum Hochzeitstag sollte noch daran gearbeitet werden. Aber Sie können auch hier tricksen: Wenn Sie das Kleid in einem Geschäft erworben haben, nehmen Sie ein Teil des Kleides ab (z.B. ein Röschen oder ein Accessoire) und befestigen Sie dieses am Hochzeitstag wieder am Kleid. Kurz vor der Abfahrt zur Kirche können Sie auch einen Glückspfennig im Saum einnähen!

(selten)


 

Spieglein, Spieglein:

Die Braut sollte am Tag ihrer Hochzeit nicht zu früh in den Spiegel schauen. Es verheißt Unglück, wenn die Braut noch nicht komplett angekleidet ist, und diese dann in den Spiegel schaut!

(selten)


 

Unterwäsche:

Ein österreichischer Brauch besagt, dass die Braut am Tag der Hochzeit ihre Unterwäsche verkehrt herum tragen muss. Die bösen Geister sollen verwirrt werden und werden schließlich das Weite suchen.

(selten)


 

Brautstehlen:

Das Brautstehlen findet immer während des Hochzeitstests statt. Freunde der Brautleute lenken den Bräutigam und den Trauzeugen ab um die Braut mit dem Brautstrauß zu entführen. Dann geht´s zum Sekttrinken in einer nicht all zu weit entferntes Lokal. Der Trauzeuge und der Bräutigam müssen die Braut suchen und die Rechnung bezahlen, sozusagen als Auslöse für seine Braut

(sehr verbreitet)


 

Braut über die Schwelle tragen:

Der Stammplatz der bösen Geister, die das Eheleben der Jungvermählten stören wollen ist laut diesem Brauch unter der Schwelle des Hochzeitshauses. Deshalb wird die Braut vom Bräutigam mit Schwung über die Schwelle getragen.

(verbreitet)


 

Gemeinsames Anschneiden der Hochzeitstorte:

Braut und Bräutigam schneiden gemeinsam die Hochzeitstorte an - als Zeichen für ihren Zusammenhalt und Einigkeit in der bevorstehenden Ehe. Wer beim gemeinsamen Anschneiden der Hochzeitstorte die Hand obenauf hat, der soll der Herr bzw. die Frau im Haus sein auf ewig.

(sehr verbreitet)


 

Seilspannen:

Freunde spannen nach der Trauung vor die Kirchentür ein Seil. Indem der Bräutigam einen Tribut zahlt, kauft er sich von seinen Jugendsünden frei und gleichzeitig das Wegerecht aus der Kirche.

Eine andere Version sagt, dass das Seil die erste Zerreißprobe der Ehe darstellt. Das Seil soll nicht das Brautpaar aufhalten, sondern die bösen Geister

(verbreitet)


 

Erste Zerreißprobe:

Die junge Ehe soll sich stärker erweisen als alle Hindernisse, die sich Ihr in den Weg stellen. Deshalb wird vor die Kirchentür ein Seil gespannt, das von dem Brautpaar überwunden werden muss.

(selten)


 

Gemeinsames Baumsägen:

Braut und Bräutigam zersägen nach der Trauung einen Baustamm als Zeichen für gemeinsames Handeln voller Glück.

(verbreitet)


 

Spalier:

Die Freunde, Verwandte oder Vereinskameraden bilden vor dem Kirchportal ein Ehrenspalier aus Blumen oder Dingen, die z.B. mit dem Hobby des Brautpaares zu tun haben

(sehr verbreitet)


 

Blumen-/Reisstreuen:

Auch Blüten und Reis, die beim Auszug aus der Kirche gestreut und geworfen werden, stehen für Fruchtbarkeit.

Tip: Es wird heutzutage häufig nicht gerne gesehen, wenn vor der Kirche oder dem Standesamt Reis gestreut wird, da man erstens leicht darauf ausrutscht und zweitens Lebensmittel nicht verschwenden sollte. Erkundigen Sie sich am besten vorher - denn Konfetti oder Blüten sind mindestens genauso schön!

(sehr verbreitet)


 

Brot und Salz:

Nach der Trauung, vor Eintritt ins Haus oder Lokal wird dem Brautpaar durch eine Person (Gastwirt, Kellner, Verwandte oder andere) eine Scheibe trockenes Brot mit Salz bestreut, die sich das Paar teilen muss. Die Bedeutung: Das Brautpaar teil Brot und Wasser im gemeinsamen Leben.

(verbreitet)


 

Die Morgengabe:

Das Brautpaar schenkt sich gegenseitig am Hochzeitsmorgen ein ganz persönliches Geschenk. Wenn der Bräutigam seiner Auserwählten das Geschenk unter den Kopfpolster legt, heißt es, werden ihm noch viele glückliche Ehetage beschert.

(sehr verbreitet)


 

Idee für Geldgeschenke:

Für ein großes Geschenk, z. B. Hochzeitsreise. Ein großes Bild vom Geschenk besorgen (Poster vom Urlaubsort). Auf einen festen Karton kleben. Anschließend in viele kleine Teile zerschneiden. Jeder Teil kostet einen bestimmten Betrag (z.B. 20 EUR). Die Gäste können die Teile bei der Trauzeugin oder der Brautmutter erwerben. Die Teile werden bei der Hochzeit gesammelt. Das Brautpaar kann dann versuchen, die Teile wieder zusammenzusetzen. Wenn das Bild ganz wird, ist das Geschenk bezahlt.

(selten)


 

Die Hochzeitsgesellschaft zahlt die Brautschuhe

Ein alter Brauch wird beim geselligen Zusammensitzen auch immer wieder gerne durchgeführt. Um die Brautschuhe bezahlen zu können, werden von der Hochzeitsgesellschaft 10-Centstücke gesammelt und den Brautleuten übergeben. Es soll Glück bringen.

(selten)


 

Storch auf dem Dach

Eine Aufforderung für das Brautpaar schnell für Nachwuchs zu sorgen, ist sicherlich ein Klapperstorch oder sogar ein Kinderwagen auf dem Dach. Oft wird zusätzlich noch eine Leine mit Babywäsche und Strampler gespannt. Auch ein kleines Kind, welches während dem Hochzeitsessen auf dem Schoß der Braut gesetzt wird, soll für schnellen Nachwuchs sorgen.

(verbreitet)


 


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